Fotografieren mit einer Lochkamera reduziert die Eingriffsmöglichkeiten auf ein absolutes Minimum. Purer geht es kaum noch. Die Kamera ist nur noch eine dunkle Box und ein Objektiv oder eine Linse gibt es auch nicht. So steht nichts mehr zwischen Bildwiedergabe auf dem Film oder dem Fotopapier und der abgebildeten Wirklichkeit.

Trotzdem bieten Aufnahmen aus einer Pinhole-Kamera einen ganz besonderen Charme und auch das Arbeiten mit der Kamera selbst ist eine gänzlich neue Erfahrung.
Den neuen Workshop „PINHOLE-FOTOGRAFIE“ führe ich mit Ralph Man durch, der mit seiner „Mania MFZ“ ein fast universelles Pinhole-Kamera-System geschaffen hat, das ebenfalls im Workshop mit seinen besonderen Fähigkeiten vorgestellt wird. Dennoch ist der Workshop natürlich nicht an dieses Kamera-System gebunden. Wer eine eigene Lochkamera mitbringen will – egal ob selbst gebaut oder gekauft – ist genau so herzlich willkommen.
INHALTE:
Der erste Tag beginnt nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit einer kurze Einführung in die Theorie: Wie funktioniert Lochkamerafotografie und was ist besonders an ihr. Wir schauen uns an, wie man Filme lädt und transportiert und wie man die Belichtungszeit abhängig von Motiv, Lichtverhältnissen und Film bestimmt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl des Bildausschnittes. Ohne Sucher oder Mattscheibe benötigt man ganz andere Techniken, um sein Bild zu komponieren. Dieses Thema wird uns natürlich auch im praktischen Teil mehrfach wieder begegnen. Und bevor es dann richtig los geht, sprechen wir noch darüber, wie man die besonderen Eigenarten der Lochkamerafotografie wie den Schärfeverlauf, den Bildlook oder die Vignettierung gezielt einsetzen oder auch vermeiden kann.

Zum Fotografieren geht es dann (je nach Wetter) an den Strand, den Schlosspark oder eine andere Location. Hier geht es um die praktische Anwendung der zuvor besprochenen Inhalte, denn die Bildgestaltung mit den mitunter extrem kurzen Brennweiten (bis zu 8mm verglichen mit dem Kleinbildformat), die nahezu unendliche Tiefenschärfe und die langen belichtungszeiten erfordern es, das Bild zuvor im Kopf zu visualisieren. Auch die Besonderheit der „Twin-Shot-Panoramen“ die man mit der MFZ erstellen kann, werden ein mögliches Thema.

Nach der Entwicklung der Filme werden die Ergebnisse gesichtet und gemeinsam besprochen. Hier stellt sich dann heraus, ob die Idee, die man im Kopf hatte auf dem negativ wieder zu finden ist.
Tag zwei dreht sich dann um die Ausbelichtung einzelner Bilder. Denn die kreative Arbeit fängt erst in der Dunkelkammer so richtig an. Die Abzüge entstehen dabei gemeinsam im gegenseitigen Austausch oder individuell und in Eigenregie.
Die fachkundige Unterstützung für diejenigen, die in der Dunkelkammer-Arbeit noch nicht so bewandert sind, ist natürlich jederzeit durch Ralf und mich gegeben.

Am Ende stehen dann die fertigen Abzüge und wieder eine gemeinsame Runde in der die Ergebnisse besprochen und letzte Fragen beantwortet werden.
MATERIAL UND AUSSTATTUNG:
Wer bereits eine oder mehrere Lochkameras besitzt, kann diese gerne zum Workshop mitbringen. Gerne kann dann auch ein passendes Stativ und weiteres Zubehör (Belichtungsmesser o.ä.) mitgebracht werden. Darüber hinaus stehen 4×5″ und 6x17cm Lochkameras aus der MFZ-Serie zur Verfügung. Filme, Chemie und Papier werden gestellt. Wer mit individuellem FIlmmaterial arbeiten möchte, kann dies ebenfalls gerne einpacken. Wir werden aber vor Ort ausschließlich SW-Filme entwickeln.
Max. Teilnehmerzahl: 4
Dauer: 2×8 Stunden
Verpflegung: Nein
Theorieteil: Ja
Praxisteil: Ja
Level: Einsteiger
Preis: Euro 489,-
Grundlegende Erfahrung beim Fotografieren mit einer analogen Kamera sollten vorhanden sein.
Jeder Teilnehmer erhält nach dem Workshop ein 70-80 Seiten starkes Handout, in dem alle Kursinhalte noch einmal zum Nachschlagen aufgeführt sind
Partner für diesen Workshop:








